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Rominten -eine jagdliche Legende- gelegen an der Ostgrenze Ostpreußens, wurde über Jahrhunderte als
Jagdrevier des deutschen Ordens, der preußischen Herzöge, Kurfürsten und Könige und des folgenden
Deutschen Reiches genutzt.
Zur Zeit des deutschen Ordens bezeichnete man dieses Gebiet als die "große Wildnis". Ein fast
undurchdringlicher Urwald, der mit Sümpfen und Seen den freien Zugang von Osten nach Ostpreußen
total blockierte. Die eigentliche "große Wildnis" wurde erst nach dem zweiten Thorner Frieden (1466)
infolge des Verlustes von Westpreußen als Siedlungsreserve teilweise kultiviert. Im 15.
und 16. Jahrhundert wurden auch vom deutschen Orden im nordöstlichen Landesteil litauische
Kolonisten mit angesiedelt. Bei diesen Aktionen wurde auch der Raum um die Rominter Heide
mit erfasst.
Der Orden richtete auf der Rominter Heide Wildhäuser ein -die so genannten Jagdbuden- die
ausschließlich jagdlichen Zwecken dienten.
Diese Stützpunkte hatten einen befestigten
Charakter und boten damit gleichzeitig dem Jagdpersonal Schutz. Auch Romitten (Rominten)
wurde in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts als eine solche erwähnt. In einer alten
insterburgischen Verordnung -aus dem Jahre 1572- wurde eine Sachinventur durchgeführt.
Es ist außerdem überliefert, dass Herzog Albrecht von Preußen bereits in der Rominter
Heide gejagt hatte.
Im Jahre 1617 wurde von dem Kurfürsten Johann Siegesmund aus Brandenburg folgende Strecke in Preußen erlegt:
3 Wisente, 36 Elche, 100 Rothirsche, 38 Rottiere und Kälber, 3 Bären, 22 Sauen, 26 Rehe, 14 Wölfe, 20 Füchse, 4 Dachse, 175 Hasen und 1 Gänsegeier.
An der Artenvielfalt der aufgezählten Strecke kann man erkennen, daß die Wildpalette früher wesentlich größer war als heute.
Die neuzeitliche Rominter Heide besaß rund 26000 Hektar, davon waren 25000 Hektar mit einem
Gatter eingezäunt.
Dieses Preußische Staatsjagdrevier wurde in vier Oberförstereien eingeteilt:
- Forstamt Nassawen
- Forstamt Barckhausen (Warnen)
- Forstamt Rominten
- Forstamt Wehrkirchen (Szittkehmen)
Diese vier Forstämter besaßen insgesamt 27 Revier- und zwei Hilfsförstereien.

Die Rotwildhege
hatte im Jahre 1942 in Rominten einen Stand erreicht, der von internationalen Fachleuten schon
als europäische Spitzenklasse eingestuft und bezeichnet wurde. Wären die Kriegswirren nicht über
Europa gezogen, so hätte dieses Revier einmal Weltklassetrophäen ernten können. Lob und Anerkennung
für diese Hegearbeiten muss man den damaligen diensthabenden deutschen Forstmeistern
aussprechen und ihnen dafür danken. Nur durch eine eiserne Arbeitsdisziplin, hohes Fachwissen
und Liebe zum Waidwerk konnte so etwas über einen Zeitraum von Jahrzehnten gelingen.
Der Großteil der Rominter Heide befindet sich heute im Königsberggebiet, das nach dem
verlorenen Kriege von Russland abgetrennt wurde.
Jagdlich kann dieses Revier heute nur noch als guter Durchschnitt gewertet werden.
Aber Glanz und Gloria von Imperien und Ländern, Monarchen und Regierungen
gehören teilweise heute schon der Vergangenheit an, doch aber
Legenden werden ewig leben.
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